Klassenfahrt in die Jugendherberge Burg Lichtenberg mit Aktionsprogramm “Ritter der Tafelrunde”

Ein weiteres Highlight im Jubiläumsjahr - 125 Jahre Schulgebäude Weidenthal - stand auf dem Programm: Dank des Gewinns einer Spende der Sparkasse Rhein-Haardt 2024 durften in diesem Jahr gleich drei Klassen zu einem besonders günstigen Preis mit Aktionsprogramm auf Klassenfahrt! Vom 25. bis 27. Februar erlebten die sechsunddreißig Schülerinnen und Schüler der Klassen 2 bis 4 der Grundschule Weidenthal das Mittelalter mit all seinen Facetten. Der “edle Herold” nahm sie in bewährter Art und Weise mit auf eine Zeitreise in eine ganz andere Zeit. Dass es nicht immer einfach war, ein Ritter zu sein, konnte die Projektleiterin Claudia Jirka-Köcher auf der Burg Lichtenberg, eine der längsten Burgruinen Deutschlands und die größte der Pfalz, eindrucksvoll vermitteln.


Gleich zu Beginn der Klassenfahrt lernten sie das Schicksal als Leibeigene der am untersten Rand der Herrschaftspyramide stehenden Bevölkerung kennen. Doch mit Hilfe ihrer Königinnen von Schottland (Christine Göck), England (Stephanie Dengel) und Frankreich (Kristin Eschmann), sowie dem Schatzmeister (Thomas Fritz) und dem “edlen Herold” war es ihnen möglich, durch Gehorsam, Fleiß, Einsatzbereitschaft, Verschwiegenheit, Mut und Höflichkeit die Herrschaftspyramide “heraufzuklettern”. So hatten alle Kinder bereits am zweiten Tag der Klassenfahrt als Page und Knappe durch ihr vorbildliches Verhalten die Vorstufe des Ritters erreicht.
Gleich zu Beginn des abwechslungsreichen Projektes durften die Kinder den eigenen Ritterhelm mit Visier vorbereiten. Nach dem leckeren Mittagessen wurde, mit Spannung erwartet, die klassenübergreifende Zimmereinteilung bekannt gegeben. Jetzt durften endlich die Kemenaten bezogen und die Betten hergerichtet werden.


Erst später am Nachmittag ging es mit der Zeitmaschine zu den Rittern des Mittelalters und ihrer Ausrüstung. Sie lernten anhand verschiedener Helme die Entwicklung der Rüstungen kennen. Mit Informationen zur Wappenkunde und dem Entwurf eines eigenen Wappens war ein weiterer Schritt getan: Ein individuelles Ritterschild mit einem gewählten Tier konnte bunt bemalt werden.




Der zweite Tag startete nach dem ausgiebigen Frühstück vom Buffet mit den Vorbereitungen auf das Turnier und den Wettkampf. Bei der Ausrüstung durfte schließlich auch ein Wappenrock, natürlich mit dem Wappen der Burg, nicht fehlen. Jetzt ging es endlich zum heiß ersehnten Turnier mit Lanze und selbst gestalteten Schild: Balanceübungen und Kampf mit dem Strohsack auf dem Donnerbalken, Rundlauf im Galopp mit Stationen wie der drehende Roland, Galgenbein und Drachen sowie Wildschweinen stellten sich den angehenden Rittern in einem Parcours zum Kampf. Danach wurden noch die Kräfte beim Sackschlagen mit den eigenen Klassenkameraden gemessen. Taktisches Geschick, Mut und Tapferkeit waren hier gefragt. Eine weitere, tolle Aktion „Bogenschießen“ ergänzte den sportlichen Vormittag.






Zur Mittagszeit war im „Rittersaal“ der Jugendherberge alles zum zünftigen Rittermahl bereit. Mit Tonschalen, -bechern und -krügen eingedeckte Tafel lud die erschöpften Knappen zum Essen ohne Besteck ein. Zur Unterhaltung der Königinnen und ihrem Gefolge gaben sich alle Kinder Mühe bei, Liedern, Gedichten, Witzen, Sporteinlagen und Grimassen. Nach einer Phase „Zeit zur freien Verfügung“ starteten alle zu einer ausgiebigen Burgrallye. Die Teams mussten viele, knifflige Aufgaben rund um die Burg und die Ausrüstung der Ritter lösen. Viele Stunden voller Abenteuer und Aktionen lagen hinter den Knappen und so erfolgte am späten Nachmittag der ersehnte Ritterschlag im feierlichen Rahmen.





Bei Einbruch der Nacht ging es mit Taschenlampen hinaus zur Nachtwanderung in Richtung Körnborn, eine Ortsgemeinde die früher zum Burgfrieden Lichtenberg gehörte. Auf dem Rückweg ging es außerdem rund um die historische Burganlage. Es wurde viel über verschiedene Sternbilder und Planeten erzählt, um die Angst vor Wildtieren klein zu halten. Leider war der Bergfried in diesem Jahr wegen Sanierungsarbeiten nicht zugänglich, denn dort konnten bei vergangenen Aufenthalten im Scheinwerferlicht Fledermäuse beobachtet werden.



Alle durften nach erfolgreicher, konzentrierter Mitarbeit am Projekt „Ritter der Tafelrunde“ die vollständig selbst gebastelte und bemalte Ausrüstung als Beute mit nach Hause nehmen: den Wappenrock, den Ritterhelm, das Ritterschild, und ein Ritterheft mit vielen Fotos, Rätseln, Aufgaben und vielen weiterführenden Informationen.
So ging die dreitägige, erlebnisreiche Klassenfahrt für einige Kinder viel zu schnell zu Ende. Die Kinder bewiesen, dass sie genügend gute Laune im Reisegepäck hatten, am Ende fehlte jedoch fast allen eine Mütze Schlaf – eine rundum gelungene Klassenfahrt!


Kinderstimmen zur Klassenfahrt:
Klasse 2
Elisa: Ich war nicht dabei. Bei den Spielen wäre ich gerne dabei gewesen, besonders beim Bogenschießen, weil mir Bogenschießen Spaß macht.
Mila: Mein schönstes Erlebnis während der Klassenfahrt waren die Zimmer, sie waren so schön eingerichtet.
Mats: Die Zimmergemeinschaft war toll, weil wir uns gegenseitig geholfen haben.
Lennart: Mein schönstes Erlebnis war Sackschlagen und den Klassensieger.
Lasse: Mein schönstes Erlebnis war, als die Zimmer eingeteilt wurden, weil ich mit meinen Freunden im Zimmer war.
Jonathan: Ich war leider krank, deswegen konnte ich nicht mitkommen. Ich hätte aber mal gerne das mit den Bögen ausprobiert.
Jana: Ich war leider krank, aber ich hätte gerne das Schild mitgemacht oder die Sackschlacht.
Jake: Ich war leider nicht mit dabei, hätte aber gerne Pfeil und Bogen mitgemacht.
Leon: Mein schönstes Erlebnis war das Bogenschießen, weil ich es so toll fand.
Rehan und Frederick: Die Nachtwanderung fand ich besonders cool, weil es so dunkel war.
Luana: Mein schönstes Erlebnis war die Nachtwanderung, weil wir eine schöne Aussicht hatten und lustige Sternbilder gesehen hatten.
Ben: Ich war nicht dabei, aber die Bilder vom Ritterwettkampf fand ich cool.
Klasse 3
Normen: Ich war leider krank, aber wollte gerne den Ritterkampf auf dem Balken mitmachen.
Hannah: Mein schönstes Erlebnis auf der Klassenfahrt war die Burg Rallye, weil ich dabei viel über die Burg herausgefunden habe und weil ich die Burg erkunden konnte.
Iven: Mein schönstes Erlebnis war, wo ich mit Ben Jannis Mertel und Jonas im Zimmer war. Begründung: Es hat Spaß gemacht, mit meinen Freunden zu spielen. Wir haben Karten gespielt und gelacht.
Luca: Mein schönstes Erlebnis war die Nachtwanderung, weil das spannend war.
Jonas: Der Ritterwettkampf war das schönste Erlebnis, weil man üben muss und es auch Spaß macht.
Aryan: Mein schönstes Erlebnis war Bogenschießen, weil es mir Spaß gemacht hat und mein Hobby ist.
Janis: mein schönstes Erlebnis war die Nachtwanderung, weil ich fand die Nachtwanderung toll und ich fand es toll, wo wir während der Nachtwanderung gespielt haben.
Kyra: Cool war, als ich mein Kleid bekam und Fotos damit damit gemacht wurden!
Matilda: Mein schönstes Erlebnis war die Nachtwanderung, weil wir konnten alles supergut sehen und sind weit gelaufen. Wir haben sogar die Autos in der Ferne gesehen, das hat so ausgesehen, als würden sie richtig langsam fahren.
Florian: Das Abendessen war Pfannenkuchen mit Apfelmus, das war so lecker!
Klasse 4
Tessa: Auf der Klassenfahrt fand ich die Burg Rallye super schön, weil man da noch mal die Burg erkunden konnte und man viel Teamarbeit gemacht hat. Am schönsten fand ich den Kräutergarten
Ben: Mir hat die Nachtwanderung am besten gefallen, weil’s Spaß gemacht hat, draußen im Dunkeln herum zu laufen und Sachen zu beobachten zum Beispiel die Sterne oder Kusel.
Lily: Das schönste Erlebnis war das große Festmahl, weil das Essen gut war und ich durfte vor allen tanzen.
Paul: Das Schönste auf der Klassenfahrt war, dass ich das ganze Burggelände erkunden konnte. Die Aussicht war vom Burggelände sehr schön.
Hannah: Ich persönlich fand die Nachtwanderung am besten! Sie war toll, weil wir zwei Planeten gesehen haben nämlich Saturn und Venus. Was ich noch cool fand, dass wir an einem Friedhof vorbeigelaufen sind. Das war auch ein bisschen gruselig, wenn ich zugeben muss.
Johanna: Auf der Klassenfahrt fand ich es toll, wie jeder ein schönes Schild gebastelt hat, weil man so viel auf die Schilder malen konnte. Auf meinem Schild habe ich mit einem Fuchs und Streifen in Zickzack gemalt.
Sebastian und Phil: Mein schönstes Erlebnis war, als Phil und ich uns auf die Wiese gelegt haben und die Aussicht genossen haben. Genau, weil wir haben gesehen, dass Sonnenstrahlen auf die Wiese in der Entfernung geschienen haben.
Amy: Auf der Klassenfahrt hat mir am besten die Nachtwanderung gefallen, weil man den Saturn und die Venus gesehen hat und ich habe mit Maya und Philipp gespielt.
Philipp: Das Wappen basteln hat mir besonders viel Spaß gemacht, weil ich mir selbst ein Tier aussuchen durfte. Man konnte kreativ sein vor allem beim Hintergrund und dass das Tier nicht nicht unbedingt echt aussehen musste. Nur soll es erkennbar sein. Man konnte zwar nicht alle Farben kombinieren, aber man konnte schöne Helldunkel-Kombinationen malen.